„SPEISE-EIS FÜR ALLE“ gab es am 30. April bei der gemeinsamen Pressekonferenz von Eiskunstlauf (EWN), Eishockey (HC Mad Dogs) und Eisschnelllauf (Skate Union) im Eissalon Salek. Alle drei Vereine blicken auf eine erfolgreiche Saison 2025/26 zurück. Dass die Leistungssportler aber von März bis Anfang November für das Training 193.650 km zurücklegen mussten/müssen um konkurrenzfähig zu bleiben, ist die Schattenseite der Medaille. Ganz oben auf der Wunschliste aller steht daher eine Eishalle.

31 x Gold, 19 x Silber und 10 x Bronze – bei 12 Bewerben (zwei davon im Ausland) und einen Schülermeistertitel erkämpften sich unserer 30 LeistungsläuferInnen letzte Saison. Außerdem haben wir ab nächstem Jahr mit Sammy Jo Iser und Alicia Leber bereits zwei Vertreterinnen (die einzigen in NÖ), die bei der Staatsmeisterschaft antreten dürfen, wo eine Teilnahme erst ab einem sehr hohen Niveau möglich ist.
Mit Stolz blicken wir aber nicht nur auf unsere WettkämpferInnen sondern auch auf unsere Breitensportler, deren Anzahl heuer wieder gewachsen ist. Sie machen den größten Teil unserer über 180 Mitglieder aus. Für diese Kinder, Jugendliche und Erwachsene ist Eiskunstlauf ein Hobby, das sie mit viel Freude und Engagement vier Monate im Jahr auf der Kunsteisbahn in Wiener Neustadt ausüben, um sich stetig zu verbessern.
Auch die jetzigen LeistungsläuferInnen des Eis- und Rollkunstlauf Wiener Neustadt haben einmal so begonnen. Um konkurrenzfähig zu bleiben müssen diese SportlerInnen, ihre Eltern und natürlich ihre Trainerin Marlies Nevosad aber acht Monate lang viel Mühe und weite Strecken auf sich nehmen um in Eishallen in St. Pölten, Bruck an der Leitha und Wien trainieren zu können. Trotz Fahrgemeinschaften kommen so alleine beim EWN rund 126.000 zurückgelegte Kilometer zusammen, was einem CO2 Ausstoß von 17,6 Tonnen entspricht.
Von langen Distanzen die für ein Training zurückzulegen sind können auch die Eisschnellläufer der Skate Union Wiener Neustadt ein Lied singen, die teilweise nach Tirol oder ins Ausland fahren müssen um zu trainieren, berichtete ihr Obmann Thomas Nemeth. Trotzdem holte Fabio Pammer den Doppelstaatsmeistertitel im Nachwuchsbereich in die Allzeit Getreue und mit seinen VereinskollegInnen weitere 13 NÖ Landesmeistertitel.
Positiv auch die Bilanz des HC Mad Dogs Wiener Neustadt der nach Corona neu starten musste. 50 Kinder und Jugendliche trainieren derzeit wieder Eishockey – in der abgelaufenen Meisterschaftssaison konnten bereit drei Mannschaften (U-12, U-14 und U-17) teilnehmen. „Das hat uns niemand zugetraut“, fasst Obmann Gerhard Koller zusammen. Da die Eishockeysaison aber länger dauert als die Eisfläche in Wiener Neustadt zur Verfügung steht müssen auch sie an anderen Orten trainieren.
Insgesamt produzieren die drei Eislauf-Vereine als einen CO2 Ausstoß von 26 Tonnen. Lässt man sich diese Zahl auf der Zunge zergehen, bleibt ein bitterer Beigeschmack, den selbst das köstliche Eis vom Eissalon Salek bei der Pressekonferenz nicht ganz übertünchen konnte.

Die drei Eissport-Vereine haben gezeigt, was sie können, Pläne für die Zukunft gibt es ebenfalls. Gemeinsam wird ein Konzept für eine Kooperation mit Schulen zur Talentfindung entwickelt. Was noch fehlt ist eine Eishalle mit zwei Flächen – jetzt ist die Politik gefragt!
